Nein, mit dem bekannten Außerirdischen hat VWs neueste Studie nichts zu tun. Und doch gibt es gewisse Parallelen: ET war weit gereist, als er auf der Erde ankam, der eT! Soll weite Strecken auf der Erde zurücklegen. Und während der Filmstar so gerne telefeoniert hätte, ist der Transporter dank moderner Kommunikationstechnologien vernetzt.
Spaß beiseite: Seit mehr als 60 Jahren gehören die Nutzfahrzeuge von VW zum alltäglicehn Straßenbild: Sie sind Helfer im Alltag, die uns Waren, Dienstleistungen, die Post oder auch Hilfe bringen. Die für die Welt von morgen zuständige VW-Konzernforschung entwickelte in Zusammenarbeit mit der Deutschen Post sowie der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig ein völlig neues Fahrzeug-Konzept für die Zustell- und Logistikbranche: den eT!
Der eT! könnte eines Tages die Welt der leichten Nutzfahrzeuge revolutionieren: Komplett neu konzipiert, emissionsfrei angetrieben, bis in den letzten Winkel durchdacht und bei Bedarf teilautomatisch fahrend! Wie weitreichend die Bedeutung dieses Forschungsprojektes für die Nachhaltigkeit des Transportwesens sein könnte, unterstreicht die Förderung des Projektes eT! durch das Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.
„eT! ist ein rein elektrisch angetriebener Transporter, mit dem die E-Mobilität konsequent in den Bereich der gewerblichen Nutzung transferiert wird", so Dr. Rudolf Krebs, Konzernbeauftrager der Volkswagen AG für Elektrotraktion. „Als Transportspezialist avanciert eT! zum automobilen Baustein eines innovativen, zukunftsorientierten Logistikkonzeptes, das dank seiner eingesetzten Radnaben-Elektromotoren sich nicht nur emissionsfrei in den Innenstädten bewegt, sondern durch die geschickte Anordnung des Radnabenantriebes maximale Bewegungs- und Wendefreiheit erhält und darüber hinaus eine optimale Nutzung des Fahrzeuginnenraumes zulässt.“
Um die Arbeitswelt der Postzusteller und Kurierfahrer einfacher und sicherer zu machen, die Logistik zu optimieren und Zustellzeiten zu verkürzen, kann eT! in bestimmten Situationen teilautomatisch betrieben werden. Der Wagen folgt dem Zusteller dabei von Haus zu Haus („Follow me") oder fährt auf Befehl zum Zusteller („Come to me") - fahrerlos!
Alternativ kann der Fahrer den Wagen von der schnell zu erreichenden und mit einem Stehsitz ausgestatteten Beifahrerseite über einen Drive Stick dirigieren. Auf der Beifahrerseite – also dem Gehweg und damit dem Arbeitsbereich des Zustellers zugewandt – gibt es deshalb eine in zwei Stufen elektrisch öffnende Schiebetür, die einen schnellen Zustieg in den Wagen sowie einen ebenso schnellen Zugriff auf die Postsendungen ermöglicht. Unnötige Laufwege um das Fahrzeug herum gehören damit der Vergangenheit an.
Varianten dieses leichten Transportfahrzeuges wären für alle erdenklichen gewerblichen Nutzungen realisierbar. Und auch diese Derivate sind Teil der Forschungsarbeit. Die im Design Center Potsdam als Weltpremiere gezeigte Studie eT! indes wurde speziell für die Zustellung von Post aller Art konzipiert. Das Forschungsfahrzeug wird nun in eine Testerprobung integriert und weiter analysiert.
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